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Den Kontakt zur Gemeinde hatte Dominik Poljak 2024 aufgenommen. Damals wollte er den Bauzaun an der U6-Baustelle gestalten, den er von seinem Arbeitsplatz im Klinikum Großhadern aus täglich sah. Ein Jahr später fanden Gemeinde und Künstler dann zueinander, als die Gestaltung des Bauzauns am Bahnhofsvorplatz zur Diskussion stand. Dort hatten bereits 2024 entlang der Straße 26 verschiedene Teams aus sozialen und künstlerischen Einrichtungen, Schulklassen und Ortsverbände jeweils ein Zaunelement unter dem Motto „Unser Planegg“ gestaltet.

Für die übrigen rund 140 Meter Bauzaun erhielt Dominik Poljak dann den Auftrag der Gemeinde. „Ich habe mich so über die Zusage gefreut und sofort mit der Planung der Farbpalette begonnen sowie Material gekauft.“ In den vergangenen zwölf Monaten verbrauchten die beiden 420 Spraydosen mit jeweils 400 Millilitern Acryllack. Weil das Projekt so umfangreich war, holte er seinen Freund und Künstlerkollegen Alexander Forschner dazu. Die Materialkosten für die Farben trägt die Gemeinde, alles andere ist ehrenamtliche Arbeit - in jeder freien Minute, abends bis zur Dunkelheit sowie an den Wochenenden, bei Sonne, Regen und Kälte. Auf Urlaub verzichteten sie weitgehend.

 Für den Planegger Bauzaun schwebte Dominik Poljak eine farbenfrohe Gestaltung mit sommerlichen Motiven, zahlreichen Schmetterlingen und typischen Planegger Symbolen wie der Eule und dem Kirchturm vor. Auf einem Zaunelement stehen die Namen der beiden Künstler, auf einem anderen der Satz „Trust the process“ („Vertraue dem Prozess“) – als kleine Motivationshilfe und Ausdruck ihres künstlerischen Weges. Auch die Worte „Für mehr urbane Kunst im öffentlichen Raum“ sind zu lesen. „Ich wünsche mir mehr Kunst im Alltag“, so Dominik Poljak. „Es könnte ruhig bunter bei uns zugehen. Das würde mich freuen.“

 „Ich arbeite Vollzeit im Schichtdienst im Klinikum Großhadern und über-nehme dort Patiententransporte“, sagte Dominik Poljak. Alexander Forschner ist gelernter Koch. Beide malen und sprayen seit vielen Jahren, bislang jedoch vor allem auf den städtischen Übungsflächen am Schlachthof und auf Leinwand, nicht im öffentlichen Raum. Eine künstlerische Ausbildung haben sie nicht; beide sind Autodidakten. Geprägt wurden sie unter anderem von Keith Haring, JonOne, Joan Miró und Andy Warhol.

„Es gab bereits eine Ausstellung von mir, ansonsten ist meine Kunst auf Instagram zu sehen“, sagte Dominik Poljak. Mit der Gestaltung des Bauzauns ging für beide ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

 „Wir bleiben in Kontakt“, sagten Bürgermeister Kempf und Kiki Xander, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, die beide sehr beeindruckt von der kreativen Energie und dem Engagement der Künstler sind.

Es gibt in Planegg sicher noch mehr zu bemalen….

 

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