Abfalltrennung in Planegg – Übersicht und Nutzung

 

Bereitstellung der Abfalltonnen und der Gelben Säcke

Die Rest-/Bio- und Papiertonnen werden von Ihrem Grundstück bzw. aus dem Tonnenhaus heraus geholt. Aufgeschlossen wird nur, wenn die Türen mit den gängigen Drei- bzw. Vierkantschlüsseln versehen sind. Sollte der Laufweg für die Müllwerker unzumutbar oder die Tonnen schlicht nicht zugänglich sein, so müssen Sie die Tonnen am Leerungstag selbst am Straßenrand bereitstellen.

Der Gelbe Sack bzw. die Gelbe Tonne werden grundsätzlich nicht von den Müllwerkern von Ihrem Grundstück geholt. Bitte sorgen Sie dafür, diese am Abholtag rechtzeitig am Straßenrand bereit zu stellen.

Beachten Sie unsere Planungshilfe für Abfallbehälterstandorte, insbesondere beim Neubau.

 

Abholtermine

Die genauen Leerungstermine finden Sie im Onlinekalender oder der Abfall+ App. Standardmäßig finden die Abholungen wie folgt statt:

AbfallartAbholrhythmus                                                                                                                                                                                                                                 
Restmüll14-tägig
  • Haushalte bis max. 2 Personen können eine 4-wöchige Leerung beantragen.
  • Große Anfallstellen/Gewerbebetriebe können für 770l- und 1.100l-Behälter eine wöchentliche Leerung beantragen.
Bioabfall1. Mai – 31. Oktober: wöchentlich 
 1. November – 30. April: 14-tägig 
Papiertonne120 l & 240 l: 4-wöchig     
 770 l & 1.100 l: wöchentlich 
Gelber Sack14-tägig 

 

Gebühren und Beschaffung von Mülltonnen - Antragstellung

Die Abfallentsorgungsgebühr richtet sich nach dem angemeldeten Restmüllvolumen.

Größe14-tägige Abfuhr       wöchentliche Abfuhr 4-wöchige Abfuhr               
60 l  122,04 €  - 61,08 €        
  • Restmülltonnen müssen von den Grundstückseigentümern selbst beschafft werden.  Liste der Beschaffungsmöglichkeiten
  • Bio- und Papiertonnen stellt die Gemeinde; ihre Größe und Anzahl richten sich nach dem angemeldeten Restmüllvolumen.
  • Jedes Grundstück ist an die öffentliche Abfallentsorgung anzuschließen.
  • Pro Person sind bei 14-tägiger Leerung mindestens 15 Liter Restmüllvolumen anzumelden, bei Gewerbebetrieben 8 Liter pro Beschäftigten. Darüber hinaus richtet sich das anzumeldende Volumen nach dem tatsächlichen Bedarf.
120 l  244,20 €-122,04 €
240 l  488,40 €--
770 l1.566,96 €3.133,92 €-
1,1 m³         2.238,48 €4.476,96 €-

Nutzen Sie zur Antragstellung unseren Onlineservice - Hier geht´s lang

 

Weiterführende Informationen zu Restmüll, Biomüll, Papierabfälle, Verpackungen (gelber Sack)

Restmüll (schwarzgraue Tonne)

Zweck

Der Restmüll ist für nicht verwertbare Abfälle vorgesehen – also alles, was weder recycelbar noch biologisch verwertbar ist.

Was gehört hinein?

Typische Beispiele:

  • Hygieneartikel wie Windeln, Binden, Tampons
  • Staubsaugerbeutel
  • Kleintierstreu
  • Zigarettenkippen
  • Asche (kalt)
  • stark verschmutzte Verpackungen
  • Keramik, Porzellan (Kleinmengen wie z. B. zersprungene Tasse)
  • verschmutztes Papier

Was gehört nicht hinein?

  • Glas
  • Papier und Pappe
  • Bioabfälle
  • Verkaufsverpackungen
  • Schadstoffe und Bauschutt
  • Metallschrott
  • E-Schrott, Batterien, Problemabfälle

Entsorgung & Infos

  • Restmüll wird in der Müllverbrennungsanlage München Nord thermisch verwertet.
  • Zusatzsäcke sind im Rathaus oder am Wertstoffhof gegen Gebühr erhältlich.
  • Förderung von Mehrwegwindeln bzw. Windelservice. Antragstellung über Formulare Online
  • Bei Pflegebedürftigkeit kann eine Zusatztonne zur Verfügung gestellt werden (gebührenpflichtig, jedoch muss keine extra Tonne angeschafft werden)

 

Biotonne (braune Tonne)

Zweck

Die Biotonne dient zur Sammlung organischer Abfälle, die kompostiert bzw. energetisch genutzt werden.

Was darf hinein?

Küchen- und Haushaltsabfälle:

  • Obst, Gemüse, Salat
  • Brotreste
  • Kaffee- und Teefilter
  • auch Fisch- und Fleischreste in haushaltsüblichen Mengen
  • verdorbene Lebensmittel
  • Küchenpapier oder Zeitungspapier zum Einwickeln
  • Kleine Mengen Blumenerde
  • Bioabfalltüten aus Papier (kompostierbare aus Plastik sind verboten)

Aus dem Garten:

  • Fallobst
  • Gartenabfälle nur in Kleinmengen, wie z.B.
    • Rasenschnitt, angetrocknet
    • Laub (nutzen Sie gerne die Laubsammlung)
    • Moos
    • kleine Zweige und Äste (zerkleinert und unter 2 cm Durchmesser)

Nicht erlaubt:

  • (Kompostierbare) Plastiktüten
  • Verpackungen oder andere Fremdstoffe
  • Gartenabfälle
  • Steine, Sand und Erde aus dem Garten
  • Kehricht
  • Knochen und Eierschalen besser nicht

Entsorgung und Infos:

  • Eine Befreiung von der Nutzung der Biotonne kann nur bei ordnungsgemäßer Kompostierung erteilt werden. Hierzu ist ein Antrag zu stellen. Die Gemeinde überprüft die Kompostierung vor Ort. Generell wird auch bei Kompostierung die Nutzung einer Biotonne empfohlen, gerade Speiseabfälle sind sehr energiereich und somit wertvoll für die Verwertung.
  • Die Gemeinde Planegg fördert den Kauf von Kompostern, Wurmkisten, Bokashi, usw.. Antragstellung über Formulare online
  • Der Biomüll aus dem Landkreis wird in verschiedenen Anlagen gefahren und dort in unterschiedlichen Verfahren verwertet (Energieerzeugung, Kompostgewinnung).
  • Gartenabfälle bitte zum Wertstoffhof bringen. In modernen Verwertungsanlagen müssen Gartenabfälle aufwändig aussortiert werden,  da sie aufgrund ihrer Struktur und Größe nicht in den Verfahrenskreislauf gelangen können. Weitere Störstoffe wie Sand, Steine, u.ä. verursachen einen hohen Verschleiß. Diese Kosten führen unter anderem dazu, dass Planegg eine Gewichtstonne Gartenabfall aktuell rund zehnmal günstiger entsorgt, als eine Tonne Bioabfall. In Planegg und Martinsried fallen jährlich rund 800 to Biomüll und 300 to Grüngut an. Ein nicht unerheblicher Posten bei der Gebührenkalkulation. Hier kann durch strikte Trennung ein enormer Beitrag geleistet werden.

 

Papierabfälle (blaue Tonne)

Zweck

Papier, Pappe und Kartonagen werden getrennt gesammelt, da sie gut recyclingfähig sind und wiederverwertet werden können.

Was gehört hinein?

  • Zeitungen, Zeitschriften, Prospekte
  • Briefe, Briefumschläge
  • Schreibpapier, Schulhefte
  • Verpackungen aus Papier und Karton (ohne Beschichtung, Klebstoffreste usw.)

Was gehört nicht hinein?

  • Verschmutzte oder beschichtete Papiere
  • Milch- und Getränkekartons (gehören in den Gelben Sack)
  • Tapetenreste, Wachspapier, Klebefolien

Entsorgung und Infos:

  • Das Papier aus dem Landkreis München wird zu einem Sortierbetrieb im Münchner Norden gefahren. Nach der Sortierung werden die einzelnen Fraktionen weiterverkauft um neues Papier und Kartonagen herzustellen.

 

Gelber Sack (Verkaufsverpackungen)

Zweck

Der Gelbe Sack ist Teil des dualen Systems zur Sammlung von Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen. Durch die getrennte Sammlung wird die Verwertung dieser Materialien gewährleistet.

Was gehört hinein?

  • Kunststoffverpackungen (z. B. von Käse, Wurst, Gemüse)
  • Verbundstoffe (z. B. Vakuum-Kaffeeverpackungen, Getränkekartons)
  • Styroporverpackungen
  • Aluminium (z. B. Alufolie, Dosen)
  • Weißblechverpackungen (z. B. Konservendosen)

Wichtig: Verpackungen müssen vollständig geleert und grob gereinigt sein, ausspülen ist aber unnötiger Ressourcenverbrauch. Bitte alle Teile vollständig trennen, z.B. Deckel vom Joghurtbecher ganz abziehen, Papierummantelung wegmachen, usw.

Was gehört nicht hinein?

  • Nicht-Verpackungen wie Hartplastikgegenstände (Eimer, Körbe)
  • Glas (gehört in die Glascontainer)
  • Papier (in die Papiertonne)

Sammlung & Bereitstellung

  • Bereitstellung: am Vorabend oder bis spätestens 6:00 Uhr am Abholtag; ggf. Wetter beachten (Wind!)
  • Gelbe Säcke sind kostenlos im Rathaus, in der Bücherei und am Wertstoffhof erhältlich.
  • Großanfallstellen können beim Entsorger auch 1,1m³-Behälter kostenfrei anfordern.
  • Die Sammlung erfolgt grundsätzlich über den gelben Sack und nur bei größeren Mengen über die 1,1m³-Behälter. Aktuell leert wohl der zuständige Entsorger auch selbst gekaufte gelbe Tonnen. Bitte beachten Sie, dass die Dualen Systeme alle 3 Jahre neu ausschreiben und es keinen Anspruch auf Leerung dieser selbst besorgten Tonnen gibt.
  • Die Sammlung von Verpackungen ist privatwirtschaftlich organisiert. Die Gemeinde ist nicht Auftraggeber. Beschwerden zur Abholung nimmt der zuständige Entsorger entgegen (Remondis).
  • Kontaktdaten Remondis: Kostenfreie Hotline 0800 12 23 255 oder ds.muenchen@remondis.de