Vortrag "DNA-Barcoding in Forschung und Anwendung"

In der Reihe "Wissenschaft für Jedermann" gibt Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, Biozentrum der LMU, Martinsried am Dienstag, den 02.05.2017 Einblick in die Nutzung von DNA-Barcodes.

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Vortragsreihe: "Wissenschaft für Jedermann - Forschung am Campus Martinsried/Großhadern"

DNA-Barcoding in Forschung und Anwendung: Biodiversität für Jedermann/frau

Dienstag, den 02. Mai 2017, 19.00 Uhr

Prof. Dr. Gerhard Haszprunar, Biozentrum der LMU, Martinsried

Großer Hörsaal des Biozentrums der LMU,

Am Klopferspitz 18, 82152 Martinsried

 

Eintritt frei

 

 

2003 wurde erstmals eine spezielle Gen-Sequenz (Cytochrom-Oxidase I) des mitochondrialen Genoms für die universelle genetische Artbestimmung vorgestellt. Heute ist diese Sequenz der globale Standard-Marker für vielzellige Tiere. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber klassischen Bestimmungsmethoden ist dabei die Anwendbarkeit auf alle Tiergruppen und Lebensstadien. Die Zoologische Staatssammlung München hat in den letzten 8 Jahren ca. 20.000 einheimische Arten “gebarcoded”, das heißt in die globale Referenz-Datenbank eingebracht. Dies entspricht zirka 60% der bayerischen Arten. Viele Gruppen haben bereits Anwendungsreife erreicht: zum Beispiel für Monitoring, Lebensmittel-Kontrolle, Forensik oder Schädlingsbekämpfung. Zugleich ermöglichen neue Techniken (Next Generation Sequencing) auch die effiziente Bearbeitung von artenreichen Sammelproben, aber auch molekulare Bestimmung von Nahrungsspektren. Eine kürzlich erfolgte Firmenausgründung erlaubt auch die Nutzung von DNA-Barcoding durch private Interessenten.

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