Schulden? Gelbe Briefe? Kontosperrung?

Im Januar 2021 startet die AWO in Kooperation mit der Nachbarschaftshilfe Oberschleißheim e.V. die Schuldner- und Insolvenzberatung (SIB) für den Landkreis München

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Immer mehr Menschen wachsen die finanziellen Probleme über den Kopf. Die Wohnung wird laufend teurer, die Kreditschulden sind hoch und das Konto ist ständig leer. Hinzu kommen die Belastungen durch Corona. Da sind Rat und Hilfe gefragt.
Zu Jahresbeginn 2021 eröffnet der AWO Kreisverband München-Land e.V. in Kooperation mit der Nachbarschaftshilfe Oberschleißheim e.V. seine neue Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle für Bürger*innen im Landkreis München. Die Beratungsstelle, die ab 4. Januar 2021 Hilfesuchenden zur Verfügung steht, will überschuldete und verschuldete Familien oder Einzelpersonen gezielt unterstützen.

 

Infos und Kontaktdaten unter www.awo-kvmucl.de ab 1. Januar 2021


Sie berät und ergreift zusammen mit den Klienten auch alle erforderlichen Maßnahmen, um die Schulden zu regulieren, bis hin zum Insolvenzverfahren. Aber auch die psychosoziale Beratung, Krisenintervention und Stärkung der Persönlichkeit durch Hilfe zur Selbsthilfe gehören zum Programm.
AWO Fachbereichsleitung Stefanie Sonntag sagt: „Wir rechnen von Beginn an mit einer hohen Nachfrage. Durch die Corona- Pandemie haben sich für viele Menschen die finanziellen Herausforderungen noch verschärft bzw. verschärfen sich weiter. Hier wollen wir zielgerichtet und individuell unterstützen. Wir appellieren an die Menschen, sich rechtzeitig Hilfe zu holen!“ Auch die angekündigte Verkürzung der Laufzeit eines Insolvenzverfahrens auf nur noch drei Jahre wird für eine steigende Zahl von Ratsuchenden sorgen.
Die Mitarbeiter*innen der SIB arbeiten eng mit Ämtern, Gerichten, sozialen Diensten und Beratungsstellen wie der Schuldnerberatung der Caritas zusammen. Hinzu kommt die AWO-interne Kooperation unter anderem mit der Wohnungsnotfallhilfe. Denn wer Schulden hat, hat oftmals mehrere „Baustellen“ und läuft Gefahr, die Wohnung zu verlieren.

Die enge Zusammenarbeit von Schuldnerberatung und Wohnungsnotfallhilfe als „AWO SozialService“ soll den Bürger*innen im Landkreis gezielt helfen.
„Wohnungsnotfallhilfe, Betreuungsverein, Migrationsberatung und Schuldner- und Insolvenzberatung – die enge Zusammenarbeit unter einem Dach als „AWO SozialService“ ist auch für uns Neuland, aber wir sehen darin eine sinnvolle, allen Gewinn bringende Strategie für den Landkreis“, sagt AWO Geschäftsführer Michael Germayer. Aufgrund von Kurzarbeit oder unerwartetem Arbeitsplatzverlust als Folge der Corona-Pandemie sei Hilfe bei vielschichtigen Problemen wichtiger denn je. Germayer: „Die staatlichen Hilfen federn so manche finanzielle Schieflage ab, aber eine Zunahme von Anfragen besorgter Bürger zeichnet sich schon jetzt ab. Die Schuldner- und Insolvenzberatung wird zum richtigen Zeitpunkt zu einer wichtigen Anlaufstelle.“

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