Gemeinsam für Umwelt und Klima – Plastikmüll vermeiden

Aktion zum Weltumwelttag am 5. Juni 2021

Der Landkreis München ist voller Plastikmüll. Bauhöfe, Straßenmeisterei und die „Plastikpaten“ haben alle Hände voll zu tun, die ganzen Plastikabfälle zeitnah zu entsorgen, bevor sie im Erdreich verschwinden und im Laufe von Jahrhunderten zu Mikroplastik zerfallen.

No Waste Schild Planegg

No Waste Schild Planegg

Welchen gesundheitlichen Schaden Mikroplastik langfristig in lebenden Organismen anrichten wird, ist bislang noch nicht geklärt. Erste Forschungen legen eine entzündungsfördernde und kanzerogene Wirkung nahe. So wurde Mikroplastik im Gehirn von Tieren und in menschlichem Krebsgewebe nachgewiesen. Die Corona-Pandemie mit all ihren Kunststoff-Einwegprodukten verschärft das Problem zusätzlich.

Anlässlich des Weltumwelttages 2021, am 5. Juni, mit dem Motto „Gemeinsam für Umwelt und Klima – Plastikmüll vermeiden“ lassen die „Plastikpaten“ in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt München, im Rahmen der 29++ Klima.Energie.Initiative, in den Würmtal-Gemeinden Neuried, Planegg/Martinsried und Gräfelfing – hier sind die meisten „Plastikpaten“ aktiv, Blechschilder anbringen, die dazu auffordern, Verpackungsabfälle zu vermeiden und diese nicht in die Umwelt zu entsorgen.

Mit der Aktion wollen die „Plastikpaten“ ein Bewusstsein für die zunehmende Vermüllung unserer Umwelt vor allem durch Kunststoffabfälle schaffen. Zudem soll die Hemmschwelle erhöht werden, Abfälle achtlos in die Natur zu werfen. Das Thema „Plastik“ ist deshalb so wichtig, weil Kunststoffe viele Jahrhunderte brauchen, um sich zu zersetzen. Und selbst dann gelangen die Überreste in Form von Mikroplastik in die Nahrungskette. Bereits heute kann Mikroplastik in den entlegensten Winkeln unseres Planeten nachgewiesen werden: von der Arktis bis in die Alpen. Während des Zersetzungsprozesses von Kunststoff entsteht CO2, das in die Atmosphäre abgegeben wird und maßgeblich zur Erderwärmung beiträgt.

Jeder kann etwas tun, um Plastik dauerhaft zu reduzieren: Politik, Kommunen und Bürger*innen. Die „Plastikpaten“ machen es vor: Ehrenamtlicher Einsatz für den Umweltschutz in Kooperation mit den Gemeinden und den übergeordneten Behörden. Das ist aktiver Umwelt- und Klimaschutz!

In den teilnehmenden Gemeinden werden am Freitag, den 4. Juni von den Mitarbeitenden der jeweiligen Bauhöfe je fünf Schilder an ausgewählten Standorten vorwiegend an Laternenmasten montiert. Dort verbleiben sie über einen Zeitraum von drei Monaten und werden dann an weitere fünf Standorte umgehängt. Dieser Wechsel wiederholt sich innerhalb von 12 Monaten viermal, sodass nach Ablauf eines Jahres die Schilder pro Gemeinde an 20 verschiedenen Plätzen zu sehen waren. Ausgewählt wurden in ersten Linie Standorte mit Bezug zu Grün- oder Waldflächen. Nach einem Jahr wird entschieden, was mit den Schildern weiter geschehen soll. Eine Idee ist, alle 15 Schilder an andere Gemeinden im LK München weiterzureichen, sofern Interesse besteht.

Die Gestaltung der Schilder aus stabilem Blech im Format 45 x 60 cm übernahmen die „Plastikpaten“ in Absprache mit dem Landratsamt München und den teilnehmenden Gemeinden.

 

 

drucken nach oben