Gemeinderat trifft Grundsatzentscheidung für die Anbindung der Westumfahrung in Martinsried

Rathaus Schriftzug am Gebäude

In seiner Sitzung am 25.07.19 beschloss der Gemeinderat Planegg mehrheitlich, eine Planvariante für die Anbindung der Westumfahrung in Martinsried weiter  zu verfolgen, die auch auf der Anwohner- und Informationsveranstaltung am 03.07. von einigen Bürgern vorgeschlagen wurde. Diese Planvariante sieht die weitgehende Erhaltung des „grünen Walls“ als Trennung zwischen der Wohnbebauung in der Röntgen- und der Gewerbebebauung in der Fraunhofer Straße vor, wie es die meisten der Bürgerinnen und Bürger befürwortet hatten. Diese Planung wird jetzt mit dem Investor verhandelt. Bei der Gemeinderatssitzung waren zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Martinsried anwesend.

Die Planung sieht vor, dem Investor einen Teil des westlich der Fraunhofer Straße 1 gelegenen gemeindeeigenen Grundstücks (Flurnummer 844/4) zu verkaufen und gleichzeitig einen Teil des Grundstückes des Investors mit der Flurnummer 861/9 anzukaufen. Dadurch wäre es möglich, eine städtebaulich sinnvolle Entwicklung des Grundstücks Fraunhofer Straße zu ermöglichen und gleichzeitig Raum für den Anschluss an die Westumfahrung zu haben, ohne den Wall abtragen zu müssen. Auf der Südseite in Richtung Röntgenstraße könnte der Wall komplett erhalten werden und nur auf der Nordseite in Richtung Gewerbegebiet müsste er eventuell teilweise abgetragen und mit einer Stützwand abgefangen werden. Damit könnte auch der derzeitige Baumbestand auf dem Wall erhalten werden. Dies war der mehrheitliche Wunsch der Bürgerinnen und Bürger.

Damit wurde die bislang von der Verwaltung favorisierte Planung verworfen, die ein Gewerbegebäude anstelle des Walls vorgesehen hatte, das auch zusätzlichen Schallschutz für die Anwohner der Röntgenstraße geboten hätte. Laut des Lärmgutachtens, das die Gemeinde eigens für den Bereich des Walls in Auftrag gegeben hat, besteht ohnehin kein rechtlicher Anspruch auf aktiven Schallschutz. Als Möglichkeiten der Lärmminderung wurden im Gemeinderat dennoch Maßnahmen wie beispielsweise eine Geschwindigkeitsbegrenzung und Flüsterasphalt diskutiert sowie ein passiver Lärmschutz mit Schallschutzfenstern gefördert durch die Gemeinde.

Ein Antrag der CSU, der die Prüfung einer weiteren Alternative forderte, die einen Tunnel vorgesehen hätte (die sogenannte „Haustunnelvariante“),  wurde vom Gemeinderat mit großer Mehrheit abgelehnt.

„Ich freue mich sehr, dass wir damit eine wichtige Grundsatzentscheidung für die Anbindung der Westumfahrung in Martinsried getroffen haben, die maßgeblich auf den Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger in Martinsried beruht“, so Bürgermeister Heinrich Hofmann. „Damit haben wir wieder einmal gezeigt, wie ernst wir die direkten Rückmeldungen aus Anwohner- und Informationsveranstaltungen nehmen.“

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