Füchse sind Kulturfolger geworden

Fuchs in einer Lebendfalle

Schon seit längerem ist bekannt, dass die Dichte der Fuchspopulationen in den bewohnten Gebieten deutlich größer ist als in der freien Landschaft. Der Hauptgrund hierfür ist in dem großen Nahrungsangebot zu sehen, das die Füchse in den Siedlungsgebieten vorfinden. Insbesondere in diesem Sommer häufen sich aber Beschwerden über Füchse, die sogar tagsüber in Gärten kommen, über verschwundene Schuhe und "Hinterlassenschaften". Ein Grund hierfür könnte sein, dass die Füchse zunehmend ihre Scheu vor den Menschen verlieren und im Gegenteil gelernt haben, dass von diesen Futter zu erwarten ist.

 

Der Fuchs ist mittlerweile zu einem klassischen Kulturfolger geworden. Er findet Nahrung auf Komposthaufen, in bereit gestellten Gelben Säcken und oft frisst er das Futter, das für den Hund oder die Katze nach draussen gestellt wurde. Auch Obst und Beeren locken ihn in die Gärten.

 

Immer häufiger wird die Frage nach einem Abschuss gestellt. Dies ist zwar mit einer Ausnahmegenehmigung vom Landratsamt durch zugelassene Jäger möglich, ist aber mit Kosten für den Grundstückseigentümer verbunden und keine dauerhafte Lösung. Ein "frei gewordenes" Revier wird in der Regel sehr schnell wieder vom nächsten Fuchs in Besitz genommen.

 

Am wichtigsten ist, dass der Fuchs keine Nahrung vorfindet, daher:

 

  • füttern Sie bitte Ihre Haustiere im Haus, nicht im Garten!
  • füttern Sie auch keine anderen Tiere im Garten und schon gar nicht gezielt den Fuchs!
  • Achten Sie darauf, dass Sie die Gelben Säcke nach Möglichkeit erst früh am Tag der Abholung bereit stellen, keinesfalls aber schon Tage vorher!
  • Decken Sie Ihren Kompost so ab, dass der Fuchs nicht dran kommen kann!
  • Ernten Sie bodennahes Obst und Beeren so früh wie möglich!
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn!

 

Übrigens: Die Tollwut gibt es derzeit nicht mehr in Bayern. Die verschwundene Scheu der Füchse zeugt lediglich davon, dass sie gelernt haben, den Menschen und seine Behausungen mit Futter zu verbinden.

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