Die Ökokontofläche in Steinkirchen entwickelt sich prächtig

Lesesteinhaufen Ökokonto 2013

Im zweiten Jahr nach der Herstellung im Jahr 2011 weist die Ökokontofläche der Gemeinde Planegg in Steinkirchen bereits eine große Artenvielfalt auf. Insgesamt vier mal war Mähgut aus der Garchinger Heide und deren Erweiterungsflächen auf das ehemalige "Erdbeerfeld" aufgebracht worden, zweimal von Glatthaferwiesen aus dem Nymphenburger Schloßpark. Heuer hat sich gezeigt, dass die "Saat aufgegangen" ist. Viele Arten der Spenderflächen sind jetzt auch in Steinkirchen zu finden.

 

Artenvielfalt Ökokonto 2013 (2)

 

 

Rund 210.000 Euro kostete die Herstellung der 3,5 ha großen Fläche. Durch die Ablöse für drei Ausgleichsflächen, die für die Baugenehmigungen der neuen Gewerbebauten in der Semmelweisstraße erforderlich waren, sind diese Kosten ebenso wie auch die Planungskosten bereits wieder in die Gemeindekasse zurück geflossen. Weitere 2,8 ha an Ausgleichsflächen stehen der Gemeinde aber zur "Abbuchung" als Ausgleichsflächen für weitere Vorhaben noch zur Verfügung. Damit keine Fläche doppelt abgebucht werden kann, müssen die benötigten Ausgleichsflächen jeweils an das Landesamt für Umwelt (LfU) gemeldet werden. Dort werden sie im bayerischen Ökoflächenkataster registriert.

 

Artenvielfalt Ökokonto 2013 (1)

 

 

Während im Hintergrund der Neubau der Firma Imtech Gestalt annimmt, wächst und gedeiht es im Vordergrund bereits und viele Schmetterlinge, Heuschrecken und Wildbienen haben von dem neuen Lebensraum Besitz ergriffen (Bild oben). Das Ökokonto ist so ein echter Gewinn für die Natur. Bevor überhaupt andere Flächen bebaut werden, können sich die neuen Biotope in Steinkirchen schon weiter entwickeln und etablieren. Für diese Vorleistung bekommt die Gemeinde von der Unteren Naturschutzbehörde eine "ökologische Verzinsung" attestiert. Das können in den ersten 10 Jahren bis zu 3% pro Jahr sein. Für 2012 und 2013 wurde auch jeweils das Maximum von 3% bestätigt. Das zeigt, wie gut sich die Fläche bisher entwickelt. Bei jeder künftigen Abbuchung einer Ausgleichsfläche bekommt die Gemeinde die zum jeweiligen Zeitpunkt vorhandene Verzinsung als Flächengutschrift. Sie muss dann anteilig entsprechend weniger Ausgleichsfläche an das LfU melden.

 

Nicht zuletzt wird das verbliebene Trenngrün zwischen Planegg und Gräfelfing durch den Status als Ökokonto dauerhaft geschützt und erhalten.

 

Hier geht's zu einer kleinen Bildergalerie der schönsten Blüten, die auf der Ökokontofläche zu sehen sind.

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