Luftschadstoffe 2017: Immissionsprognose für drei Straßenabschnitte

Das Landesamt für Umwelt (LfU) hat eine Immissionsprognose für die drei Straßenabschnitte Pasinger Straße, Lochhamer Straße Nord sowie Röntgenstraße im Bereich der „Nordkurve“ durchgeführt. Sie wurden im Juli 2017 im Gemeinderat vorgestellt. Hier die Ergebnisse

Mädchen mit Punkten Feinstaub Teaserbild

Auf Bitten der Verwaltung hat das LfU eine Modellberechnung zur Luftschadstoffbelastung (Immissionsprognose) für die drei Straßenabschnitte Pasinger Straße (Hausnr. 34 – 42), Lochhamer Straße Nord (zwischen Lena-Christ-Straße Nord und Fraunhofer Straße) sowie Röntgenstraße im Bereich der „Nordkurve“ durchgeführt. Die Berechnungen erfolgten mit dem Ausbreitungsmodell „IMMIS-Luft“ unter Zugrundelegung der Emissionsfaktoren für 2017.

 

Der Berechnung wurden die aktuellsten, der Verwaltung vorliegenden Verkehrszahlen zugrunde gelegt (Kfz/24h mit prozentualen Schwerverkehrsanteilen: Pasinger 12.250/4,4%, Lochhamer 12.600/3,3%, Röntgen 9.700/3,7%). Abmessungen und bauliche Daten lieferte das LfU-eigene „GISterm“ und der „Bayernatlas“. Hier gingen die Gebäudehöhen und die mittlere Breite der Straßen von Fassade zu Fassade ein. Bei der Röntgenstraße Nordkurve wurde mangels gegenüberliegender Wohnbebauung der „worst case“ mit einer fiktiven Gebäudehöhe von 18 m anstelle der Garagen im Westen bzw. des Walls im Norden angenommen.

 

Ergebnisse der Immissionsberechnungen der Jahresmittelwerte (JMW) für Feinstaub

(PM2,5 und PM10) und Stickstoffdioxid (NO2):

 

 

PM10 JMW

Mikrogramm/m³

PM2,5 JMW

Mikrogramm/m³

NO2 JMW

Mikrogramm/m³

Grenzwert

40

25

40

Pasinger Straße von Hs-Nr.: 34

bis 42

16

11

30

Lochhammer Straße Nord (Lena-Christ-Straße Nord bis Fraunhofer Straße)

14

10

22

Röntgenstraße „Nordkurve“

14

11

25

 

 

Für die Beurteilung der Ergebnisse gilt die 39. BImSchV. Die gesetzlichen Grenzwerte für Feinstaub und NO2 werden demnach in keinem der betrachteten Straßenabschnitte überschritten, trotz der worst case Betrachtung in der Röntgenstraße.

 

Bereits im Jahre 2011 hatte das Büro Müller BBM eine Immissionsprognose für den mit über 16.000 Kfz/24h mit am stärksten belasteten Straßenabschnitt in der Gemeinde, die Germeringer Straße westlich der Würm, durchgeführt. Auch hier zeigte sich, dass die Grenzwerte für Feinstaub deutlich unterschritten werden. Lediglich für NO2 lagen die errechneten Werte beim Grenzwert oder knapp darunter. Deshalb wurde damals im Anschluss die NO2-Messung mittels sog. Passivsammler über ein gesamtes Jahr beauftragt. Im Ergebnis zeigte sich, dass an insgesamt 4 Messpunkten nur an einem Messpunkt der Grenzwert von 40 ?g/m³ Luft erreicht, an den anderen drei Messpunkten jedoch mehr oder weniger deutlich unterschritten wurde (36, 31 und 28 ?g/m³.

 

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