30 Jahre Partnerschaft zwischen Planegg und Bärenstein  

Am vergangenen Wochenende waren 28 Gäste aus der Partnergemeinde Bärenstein zu Gast in Planegg. Der Empfang im Kupferhaus, das gemeinsame Abendessen im Feuerwehrhaus, die Bootsfahrt auf dem Starnberger See und der Frühschoppen am Sonntag im Naturfreundehaus waren geprägt von dem Geist der Freundschaft, vielen intensiven Gesprächen, gemeinsamen Erinnerungen, viel Freude und Plänen für die Zukunft.

Gruppe See

Die Gruppe der Bärensteiner und Planegger vor der Fahrt auf der MS Starnberg am Samstagabend

 

Bürgermeister Hermann Nafziger betonte in seiner Rede den wunderbaren Anlass, das 30-jährige Bestehen der Freundschaft, und blickte auf die Geschichte des Jubiläums zurück:  Einen ersten Kontakt gab es bereits kurz nach der Wende im Februar 1990 – damals veranlasst durch Lehrkräfte des Feodor-Lynen-Gymnasiums. Der erste wichtige offizielle Meilenstein war die Unterzeichnung der Freundschaftsurkunde im Mai 1992 in Bärenstein. Im Jahr 1993 folgten fünf gegenseitige Besuche, der letzte war im vergangenen Jahr, als Planegger in Bärenstein zu Gast waren.

Besonders die Vereine haben über die Jahre dazu beigetragen, die Freundschaft zwischen den Orten aufrecht zu erhalten und weiter auszubauen: Die Feuerwehren kamen häufig zusammen und es herrschte stets ein Geist großer Hilfsbereitschaft. Musikschule, Faschingsgesellschaft, Naturfreunde, Gesangsverein, Sportvereine hatten in den 30 Jahren ebenfalls viele Treffen und Begegnungen.  

 

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Die Tatsache, dass sowohl aus Bärenstein als auch aus Planegg zwei Altbürgermeister*innen anwesend waren, beweist wie wichtig diese Partnerschaft in der Vergangenheit war.

Der amtierende Bürgermeister aus Bärenstein Silvio Wagner betonte in seiner Festrede auf der MS Starnberg am Samstagabend ebenfalls die Freude über das Jubiläum. Wie auch Bürgermeister Nafziger wies er darauf hin, dass viele nach dem Mauerfall entstanden Städtefreundschaften nicht mehr lebendig sind und dass die Intensität der Verbindung zwischen Planegg und Bärenstein nicht zuletzt den vielen Einzelfreundschaften, die über die Jahrzehnte entstanden sind, zu verdanken ist. Dass es keine Sprachbarriere gibt, mache den spontanen, unmittelbaren Kontakt für viele einfacher. Er dankte allen Bürgerinnen und Bürgern beider Städte, die sich damals für die Partnerschaft stark gemacht haben und sie seither mit Leben erfüllen. Sein besonderer Dank galt Traudl und Erwin Holzapfel, Monika und dem Planegger Verwaltungschef Stefan Schaudig sowie der 3. Bürgermeisterin von Planegg Christine Hallinger. Beide Bürgermeister freuten sich besonders, dass die Bürgermeisterin aus der tschechischen Nachbarstadt Weipert, Jitka Gavdunova beim 30-jährigen Jubiläumstreffen dabei war.

Die deutsch-deutsche Partnerschaft sei ein klares politisches Signal, dass die beiden Gemeinden die Wiedervereinigung Deutschlands aktiv leben, sich gegenseitig unterstützen und voller Neugier und positiv aufeinander zugehen, was auch im Jahr 2022 keineswegs überflüssig.

Untermalt wurde die Fahrt auf dem Starnberger See von den Alphornbläsern, die schon bei Einfahrt des Schiffes für die Gäste spielten. Beim Frühschoppen am Sonntagvormittag im Naturfreundehaus waren sich alle einig: Der Besuch war ein voller Erfolg, die Planungen für ein Wiedersehen auf unterschiedlichen Ebenen laufen schon.

 

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