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Projekt Fuchsbandwurm nach wie vor äußerst erfolgreich!Projektbeginn war im Dezember 2005. Seit April 2006 liegt die Befallsrate im Entwurmungsgebiet konstant bei ca. 1 %, das Infektionsrisiko für die Bürger konnte auf ein Minimum reduziert werden. Zum Vergleich: Vor Beginn der Entwurmung lag sie im Mittel bei rund 52 %, lokal differierte sie zwischen 8 und 81 %. Außerhalb des Projektgebietes lag die Befallsrate seit Projektbeginn noch immer zwischen 30 und 40 %. Die Beköderungen per Flugzeug und in den Gärten der Bürger werden bis einschließlich 2011 fortgesetzt, um das Projektgebiet nachhaltig bandwurmfrei zu halten. Das Projektteam setzt auch weiterhin auf die Mithilfe der Bürger und auch der Jäger, die mit ihren Abschüssen einen wertvollen Beitrag zum Projekt leisten. Seit März 2007 wird auch in den Isartalgemeinden Pullach, Baierbrunn, Icking und Schäftlarn ein Entwurmungsprojekt gegen den Kleinen Fuchsbandwurm mit bisher großem Erfolg durchgeführt. Hier gelangen Sie zu einer Pressemitteilung zum Projekt Isartal vom Dezember 08.
Weitere Informationen zum Projekt: Die Gemeinderäte der meisten Gemeinden des Landkreises Starnberg sowie der Gemeinden Planegg und Neuried hatten das Fachgebiet Wildbiologie der Technischen Universität München beauftragt, in den Jahren 2005 bis 2011 regelmäßige Entwurmungen bei Füchsen per Köderausbringung durchzuführen. Das verwendete Entwurmungsmittel ist absolut ungiftig und kann unbedenklich auch von Hunden oder Katzen gefressen werden. Gesundheitsrisiken für Kinder bestehen ebenfalls nicht! Eine Risikoanalyse der TU hat ergeben, dass die Füchse im Landkreis zu einem sehr hohen Prozentsatz (>50%) mit dem auch auf Menschen übertragbaren kleinen Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) infiziert sind. Der „Kleine Fuchsbandwurm“ kann beim Menschen eine lebenslange, schwere Erkrankung hervorrufen. Die Bevölkerung wird um die Unterstützung des Projektes gebeten. Speziell im urbanen Bereich benötigen die Mitarbeiter des Projekts Informationen, wo Füchse in der Gemeinde anzutreffen sind. Informationen und Hinweise über Fuchsbeobachtungen können an die Ansprechpartner der jeweiligen Gemeinde oder an das Projektteam der TU München (Eva Perret (0160/94804312), E-Mail: eva.perret@wzw.tum.de oder fuchsbandwurm@wzw.tum.de) weitergegeben werden. Es werden nach wie vor weitere Gartenbesitzer gesucht, die mit einer Auslage von Entwurmungsködern einverstanden sind! Bitte melden Sie sich bei Interesse direkt beim Projektteam der TU. (Auf freiem Feld werden Entwurmungsköder per Flugzeug ausgebracht. Um effektiv gegen den Parasiten vorzugehen, müssen zusätzlich in den Siedlungen Köder platziert werden.)
Im Rahmen des Projektes wird außerdem auch Kot untersucht. Falls Sie verdächtigen Kot aus Ihrem Garten untersucht haben möchten, lassen Sie ihn bitte liegen und wenden sich an das Projektteam. Fuchskot sieht ein bisschen aus wie "Scherzartikel-Hundekot", mit einer leichten Spitze nach oben. Teilen Sie dem Projektteam bitte auch mit, wenn Sie einen toten Fuchs finden. Zusätzlich zur Entwurmung werden einzelne Füchse lebend gefangen und mit Halsbandsendern versehen. Die detailliierte Erforschung ihrer Lebensweise ist wichtig, um Schutzmaßnahmen gegen den Fuchsbandwurm abzuleiten. Die Jägerschaft wird daher gebeten, besenderte Tiere zu verschonen. Autofahrer die ein solches Tier erlegen, melden dies bitte dem Projektteam oder der Polizei.
Fuchs in einer Lebendfalle
Weiter informieren kann man sich auch im Internet unter http://www.wzw.tum.de/fuchsbandwurm. Dieser Link führt Sie zum Abschlussbericht "Risikoanalyse Kleiner Fuchsbandwurm" Dieser Link führt Sie zum 1. Zwischenbericht vom April 2006 Dieser Link führt Sie zum 2. Zwischenbericht vom April 2007 Dieser Link führt Sie zum "Zwischenbericht" für das Jahr 2008 Dieser Link führt Sie zum
"Zwischenbericht" für das Jahr 2009
Ansprechpartner an der TUM ist:
Tel.: 08161 /714607 oder 0160/94804312, Fax.: 08161 714615, E-Mail: eva.perret@wzw.tum.de
Ansprechpartner bei der Gemeinde ist:
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