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Zu den Bedenken von Martinsrieder Bürgern gegen die Errichtung eines Holzhackschnitzel-Kraftwerks auf dem Gelände der Firma Glück in Gräfelfing
Zu diesem Thema gab der 1. Bürgermeister, Herr Friedmann, in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am 17.12.2007 u. a. folgendes bekannt: Der Verwaltung ist die Tatsache bekannt, dass die Firma Glück die Errichtung eines Hackschnitzel-Heizkraftwerks in Gräfelfing plant. Im Rahmen der laufenden Wärmebedarfsermittlung für Planegg zur Nutzung von Geothermie gab es am 27.11.07 ein erstes orientierendes Gespräch mit einem Vertreter der Firma Glück. Dieses diente aber lediglich der Abklärung von grundsätzlichen Fragen. Hierbei wurden aber keinerlei Unterlagen oder Pläne zur Verfügung gestellt, sondern lediglich ähnliche Leistungsdaten genannt, wie sie bereits am 24.08.2007 im Münchner Merkur veröffentlicht wurden. Anhand der dabei genannten Daten über die Energiemengen, die erzeugt werden sollen, kann umgerechnet von einem Kraftwerk mit einer Wärmeleistung von ca. 6 bis 7 MW und einer elektrischen Leistung von 0,35 MW ausgegangen werden. Die Anlage soll demnach vorwiegend zur Wärmeerzeugung dienen. Auf eine erneute telefonische Anfrage am 14.12.2007 bei der Fa. Glück wurde die Verwaltung darauf hingewiesen, dass der Bau der Anlage zwar sehr wahrscheinlich ist, aber betriebsintern bisher noch nicht definitiv beschlossen ist. Die Entscheidung soll im Januar fallen. Fällt diese Entscheidung zugunsten der Anlage, will die Fa. Glück mit Informationen an die Öffentlichkeit gehen. Die in diesem Zusammenhang geäußerten Befürchtungen insbesondere von Martinsrieder Bürgern hält die Verwaltung für unbegründet. Grundsätzlich müssen große Heizungsanlagen, die unter das Bundesimmissionsschutzgesetz fallen, erheblich niedrigere Emissionswerte einhalten als vergleichbare Einzelheizungen. Es wird auch auf die Gemeinde Oberhaching verwiesen, in der bereits ein Hackschnitzelwerk unmittelbar neben einer Schule sowie einer Wohnbebauung betrieben wird. Auch dort wurden Anfangs starke Bedenken aus der Bevölkerung laut. Mittlerweile erfreut sich die Anlage großer Akzeptanz, da es keine Probleme mit Emissionen gibt und die Bürger erkannt haben, dass sie mit klimafreundlicher Wärme zu einem günstigen Preis und unabhängig von den Entwicklungen auf dem Öl- und Gasmarkt versorgt werden. Auch eine Delegation von Planegger Gemeinderäten ließ sich bei einem Besuch in Oberhaching am 18.11.2005 von den Ausführungen des Herrn Bürgermeister Schelle und den dargestellten positiven Aspekten überzeugen. Die Verwaltung bietet gerne an, mit interessierten Bürgern eine weitere Fahrt zur Anlage in Oberhaching zu organisieren. Interessenten melden sich bitte bei Herrn Rausch, Tel. 89926-215, Email: rausch@planegg.de. Auch die Planegger und Martinsrieder Bürger dürfen hoffen, künftig nachhaltig mit Wärme versorgt werden zu können, sofern die derzeit laufenden Überlegungen der Gemeinde Planegg (Abnahme und Verteilung von Wärme aus Geothermie; Fa. Trinkl) zu dem Ergebnis kommen sollten, dass dies wirtschaftlich möglich ist und dies zu entsprechenden Beschlüssen der Gemeinderatsgremien führt. | ||